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Kinofilm “MATERIA PRIMA: New Energy. Old Powers?”

28. Oktober  um  20:00 – 22:00 CET

Als Koope­ra­ti­ons­part­ner laden wir zur Film­vor­füh­rung “MATERIA PRIMA: New Ener­gy. Old Powers?” über den Lithi­um­ab­bau in Boli­vi­en und sei­ne gesell­schaft­li­chen Fol­gen ein. Auch der Regis­seur Jens Schan­ze wird als Gesprächs­gast vor Ort sein und freut sich, über den Film zu sprechen.

„Dem Film gelingt es, den Teu­fels­kreis sicht­bar zu machen. Euro­pa wird sei­ne ‚grü­ne Ener­gie‘ auf Kos­ten der weni­ger ent­wi­ckel­ten Län­der aus­bau­en, genau so, wie es sei­nen Reich­tum in der Kolo­ni­al­zeit auf­ge­baut hat.“ – Cineuropa

Das welt­weit größ­te Lithi­um­vor­kom­men befin­det sich in den boli­via­ni­schen Anden. Die Euro­pä­er wol­len den Roh­stoff, um ihre Auto­mo­bil­in­dus­trie zu ret­ten. Die Boli­via­ner wol­len ihn nut­zen, um die Armut zu über­win­den. Euro­päi­sche Unter­neh­mer und EU-Diplo­ma­ten ver­han­deln mit der boli­via­ni­schen Regie­rung. Auf dem Land mobi­li­sie­ren sich zivil­ge­sell­schaft­li­che Grup­pen, haupt­säch­lich von Frau­en organisiert.

„Mit epi­schen Bil­dern wid­met sich der Doku­men­tar­film von Jens Schan­ze dem neu­en Gold­rausch. Er beleuch­tet ver­bor­ge­ne Mecha­nis­men und Dyna­mi­ken glo­ba­ler Inter­es­sen und loka­ler Rea­li­tä­ten.“ – The Hol­ly­wood Reporter

Mit sei­ner mul­ti­per­spek­ti­vi­schen Erzähl­wei­se und sei­nem über­wie­gend beob­ach­ten­den, poe­ti­schen Stil bie­tet der Film einen exklu­si­ven Ein­blick in die stra­te­gi­schen Ver­hand­lun­gen der Euro­pä­er und beleuch­tet die unter­schied­li­chen Hal­tun­gen eines Bau­ern, einer Lama­hir­tin, einer Minen­wäch­te­rin, einer Anwäl­tin, eines Berg­ar­bei­ters und einer poli­ti­schen Akti­vis­tin in Bezug auf die geplan­te Indus­tria­li­sie­rung Boli­vi­ens durch aus­län­di­sche Unternehmen.

Voice-over-Zita­te aus der Chro­nik von Guamán Poma de Aya­la, einem indi­ge­nen Zeit­zeu­gen des 16. Jahr­hun­derts, eröff­nen einen Blick aus der Per­spek­ti­ve der dama­li­gen Bevöl­ke­rung. Aus der Ver­bin­dung von Stim­men der Ver­gan­gen­heit mit Sze­nen des 21. Jahr­hun­derts ent­steht die Fra­ge: Sind wir bereit zur Dekolonialisierung?

Der Film lief auf vie­len renom­mier­ten Fes­ti­vals welt­weit, u.a. CPH:DOX in Kopen­ha­gen, DOK.fest Mün­chen sowie DOC NYC.

Ostentor-Kino

Adolf-Schmet­zer-Str. 5
Regens­burg, 93055 Ger­ma­ny
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