Sicher ist nur das Risiko
Allein in diesem Jahr, allein in Schweden hatte Vattenfall 60 Störfälle in seinen Atommeilern, davon bis Mai zwei Störfälle der höchsten Kategorie. 2003 hat Vattenfall seinen Schrott-Reaktor Bärsebeck nicht abgeschaltet, obwohl die Kühlleitungen verstopft waren und es fast zum GAU gekommen ist. Der Reaktor musste stillgelegt werden. Aber Vattenfall spielt immer noch genauso verantwortungslos mit unserer Sicherheit. Im Alt-Kraftwerk Krümmel das gleiche Spiel der Vertuschung und Beschwichtigung! Letztes Jahr brannte ein Großtrafo, dieses Jahr geht es munter weiter mit der gnadenlosen und rücksichtslosen Ausbeutung der letzten Reserven dieser tickenden Zeitbombe.
Der SPD-Bundesumweltminister Gabriel gibt sich zwar kämpferisch, so Jürgen Huber mit einer Portion Skepsis, aber die SPD-Landesministerin Gitta Trauernicht, die einschreiten und abschalten könnte, tut es nicht. Jürgen Huber weißt darauf hin, dass die SPD offenbar nicht die Kraft und Geschlossenheit habe, den Ausstieg auch zu vollziehen.
Noch schlimmer, so Huber, sind allerdings die Zyniker, die Angesichts dieser gigantischen Bedrohung durch die Atomjunkies, die ihre Milliardengewinne auf unser aller Risiko auftürmen, von einer Renaissance der Atomenergie sprechen. „Gerade in der Oberpfalz haben wir bei der Verhinderung der WAA gelernt, diesen eiskalten Atomlobbyisten deutlich zu widersprechen. Über 70 % der Menschen wollen keine Atomenergie. Wenn sich eine wie auch immer zusammengesetzte Regierung, darüber hinwegsetzt, wird Deutschland zurückfallen ins düstere Mittelalter der Energiesaurierpolitik“, warnt Huber.
Und die Alternativen? Allein im letzten Jahr sind in der alternativen Energieindustrie mehr grüne Arbeitsplätze (über 30.000) entstanden, als die Atomkonzerne mit ihren Milliardensubventionen heute insgesamt bereitstellen.
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